100 Jugendliche – ein Thema: Der Klimaschutz. Ihr Treffpunkt: Der “Europäische Jugend-Klimagipfel” in Berlin. Dort diskutieren sie und entwickeln Filme zu Themen, die wachrütteln sollen.
Die dramatische Entwicklung der globalen Erwärmung betrifft vor allem sie, die jungen Menschen. Deshalb treffen sie sich vom 27. Januar bis zum 3. Februar in Berlin. Der Europäische Jugend-Klimagipfel ist ein bislang beispielloser Kongress. Der Gipfel ist erstmals für die Generation, die sich die größten Sorgen um die Zukunft ihrer Umwelt machen muss.
Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Polen, Frankreich, Kroatien, Island und Deutschland. Es ist ihnen wichtig, über die Landesgrenzen hinweg Austausch zu pflegen. Denn Klimaschutz macht nicht an Ländergrenzen halt.
Auf dem Kongress wollen sie sich kompetent informieren lassen, gemeinsam Lösungsstrategien entwickeln und zum allgemeinen Nachdenken anregen.
Informieren und selbst agieren
Während der Projektzeit in Berlin treffen die Jugendlichen auf Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. Diese werden den kritischen Fragen der jungen Menschen Rede und Antwort stehen.
So werden die jungen Klimaschützerinnen und Klimaschützer unter anderem Mitglieder des Bundestag-Umweltausschusses interviewen. Ein Höhepunkt dürfte das Zusammentreffen mit dem Ex-UN-Umweltdirektor und ehemaligen Bundesumweltminister Klaus Töpfer sein.
Die Jugendlichen des Klimagipfels informieren sich aber nicht nur. Sie werden auch selbst aktiv. Ziel ist es, am Ende kleine Werbespots zu produzieren. Bei der Produktion helfen professionelle Werbefilmer.
Mit den Filmen möchten die Teilnehmer des Europäischen Jugend-Klimagipfels die Menschen wachrütteln und zum Handeln auffordern.
Schöpfer der Idee
Die Initiative “Courage zeigen – Fremdsein überwinden” lieferte die Idee zum Klima-Gipfel für Jugendliche. Hinter der Initiative steht eine Projektgruppe junger Menschen unter der Leitung von Helmut Spiering. Gemeinsam haben sie sich schon vielfach im gesellschaftlichen und politischen Leben engagiert.
Unterstützung von ganz oben
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Präsident des Europäischen Parlaments, Gert Pöttering, haben die Schirmherrschaft übernommen. Die Bundeskanzlerin wünscht den Jugendlichen für den Gipfel viel Erfolg und eine größtmögliche Unterstützung.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat sich den Wünschen der Kanzlerin angeschlossen. “Ihr Vorhaben ist ein beeindruckendes Beispiel für jugendliches Engagement über Ländergrenzen hinweg und ein deutliches Signal für die Lösung des globalen Problems Klimawandel”, erklärte er in einem Grußwort.