Klima: gemeinsame Ziele schaffen Freundschaften
Quelle: bundesregierung.de
Der „Europäische Jugend Klimagipfel“ neigt sich dem Ende zu. 100 Jugendliche aus Europa nehmen aus Berlin neben vielfältigen Erfahrungen auch Freundschaften, Vorbilder und neue Ziele mit nach Hause.
Eine Woche lang haben die Jugendlichen aus Deutschland, Frankreich, Island, Kroatien und Polen über gemeinsame Strategien für Umweltschutz und Klimawandel diskutiert.
Um neue Perspektiven zu gewinnen, befragten sie Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
“Ab sofort sind wir nicht mehr nur ein Projekt, sondern eine Initiative”, kündigte Christian aus Deutschland auf der abschließenden Pressekonferenz des Projekts “Jugend denkt um.welt” an.
Es gibt Möglichkeiten zu handeln
Der Klimawandel und die mit ihm verbundenen Konsequenzen waren Thema der letzten Diskussionsrunde am Montag. Dabei stand den Jugendlichen der frühere Bundesumweltminister Klaus Töpfer Rede und Antwort.
“Wer ist Schuld an dem Dilemma?”, “Was müssen wir als Industrieländer tun?” und “Sollte Europa die Vorläufer- oder die Mitläufer-Rolle in Sachen Klimaschutz spielen?”. So lauteten einige der zahlreichen Fragen, die die interessierten Teilnehmer an den Politiker hatten.
“Wir nehmen gegenwärtig massiv Schulden bei der Natur auf, und die müssen wir zurück zahlen. Das ist die Herausforderung für die Zukunft”, erklärte Töpfer.
Die Jugendlichen bestärkte er, sich für den Umwelt- und Klimaschutz zu engagieren. “Demokratie lebt davon, dass Bürger sich einsetzten”, so Klaus Töpfer, der nach seiner Zeit als Minister auch Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen war. Heute ist Töpfer Mitglied des Rats für Nachhaltige Entwicklung und Professor für Umwelt und nachhaltige Entwicklung an der Tongji-Universität in Shanghai.
Pläne für die Zukunft
Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat der Gipfel zahlreiche Freundschaften entstehen lassen. Die Sprachbarrieren und ihre anfängliche Schüchternheit, hochrangige Politiker zu interviewen, meisterten die Jugendlichen gemeinsam.
Demnächst wollen sie Werbespots für ökologisches Handeln realisieren. Ziel ist es, die Menschen aufzuwecken. 100 Drehbücher, erarbeitet beim Jugend-Klimagipfel, liegen bereit. Die besten 25 möchte man realisieren. Die Initiatoren hoffen nun auf eine breite finanzielle Unterstützung, um die Idee weiter vorantreiben zu können.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Präsident des Europäischen Parlaments, Gert Pöttering, hatten die Schirmherrschaft über den Jugend-Klimagipfel übernommen.