Hintergrundinfo
Hintergrundinfo zum „Europäischen Jugend-Klimagipfel“ in Berlin
Zum ersten Mal treffen sich Jugendliche aus ganz Europa zu einem „Europäischen Jugend-Klimagipfel“ vom 27. Januar bis 3. Februar 2009 in Berlin.
Unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, und des Präsidenten des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, versammeln sich ca. 100 junge Leute aus Polen, Frankreich, Kroatien, Island und Deutschland in der deutschen Hauptstadt, um ihrer Sorge Ausdruck zu geben, die sich aus den gegenwärtig angezeigten dramatischen Klimaveränderungen ergibt, und zu überlegen, wie darauf angemessen zu reagieren ist.
Initiator des „Gipfels“ ist die Initiative „Courage zeigen – Fremdsein überwinden“, eine Projektgruppe junger Leute, die sich unter Leitung ihres Mentors, Helmut Spiering, schon vielfach und mit besonderem Erfolg in das gesellschaftliche und politische Leben unserer Republik engagiert „eingemischt“ hat.
Vor zwei Jahren reifte die Idee, die Bausteine „Klimawandel und Umwelt“, „Medien“, „Europa“ und „Jugend“ in einem besonderen Projekt unter dem Motto „jugend denkt um.welt“ zusammenzufügen. Auf ihren zahlreichen Filmreisen durch Europa ist es den Jugendlichen gelungen, ihre ausländischen Partner dafür zu begeistern, in einem außerge-wöhnlichen Projekt die eigene Ideenwelt zum Ausdruck zu bringen und Motor einer Bewegung zu werden.
„Die Zukunftsfrage „Klimaschutz“ mit der Neugier und dem Ideenreichtum von jungen Menschen zu verknüpfen und ihr dabei den optischen Schliff des professionellen Werbefilmers zu geben, ist eine besondere, wenn nicht einmalige Konzeption“
(so das Bundeskanzleramt).
So ist es – ganz im Sinne der Einsteinschen Aussage, dass die Zukunft („denn in ihr haben wir zu leben“) mehr interessiert als die Vergangenheit – ein Anliegen der Jugendlichen, auf europäischer Basis in Sachen Umwelt über Landesgrenzen hinweg Austausch zu pflegen, sich kompetent unterrichten zu lassen und gemeinsame Lösungsstrategien zu überlegen und zu entwickeln.
Eine Fülle von Foren ist geplant, der Thematik beizukommen. Vorgesehen sind Gespräche mit besonders kompetenten Partnern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und dem Medienbereich.
Die Jugendlichen treffen sich mit Mitgliedern des Bundestag-Umweltausschusses, loten das Verhältnis deutsch-französischer Umweltpolitik in der französischen Botschaft aus, führen Gespräche mit Prof. Dr. Klaus Töpfer, dem Ex-UN-Umweltdirektor und ehemaligen Bundesminister für Umwelt, und befragen Prof. Dieter Stolte, nicht nur im Medienbereich – als ehemaliger ZDF-Intendant – mit Umweltfragen befasst (Allianz-Umweltstiftung). Was die Wirtschaft zur Thematik zu sagen hat, wird Prof. Claudia Kemfert vom DIW verdeutlichen. Ebenso stellt sich Klaus Pitschke, Vorstand Vattenfall Europe Berlin, den kritischen Fragen der Jugendlichen. Wissenschaftler des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) werden kompetent Auskunft geben, ebenso wie die Mitarbeiter des Observatoriums und des Wettermuseums Lindenberg.
Das Museum für Kommunikation zeigt den Jugendlichen, welche Rolle die Medien in der Vermittlung gesellschaftspolitisch relevanter Thematik spielen.
Eingebettet ist das Projekt in ein hochkarätiges kulturelles Rahmenprogramm. Hier treffen die Jugendlichen u.a. auf den Autor Bernhard Kegel und die Schauspielerin Nina Hoss, beide ebenfalls äußerst stark engagiert in Sachen Umweltproblematik.
Intention dieser Projektgruppe ist es, nicht nur der Frage „Was können wir wissen?“ Genüge zu tun, sondern vor allem angemessen auf die Frage zu reagieren: „Was sollen wir tun?“
So ist die Idee entstanden, die Thematik „Klimawandel“ in filmische Werbespots umzusetzen, die aus jugendlicher Sicht Menschen wachrütteln und zum aktiven Handeln auffordern sollen. Eine fachkundige Jury wird die besten Spots prämieren.
Dieses Konzept vorzubereiten und real werden zu lassen (u.a. mit Hilfe von Sponsoren), ist ein weiterer Schwerpunkt des „Gipfels“ in Berlin. Und so fahren die Jugendlichen nach Babelsberg, beschäftigen sich mit Filmeffekten aus dem Rechner und lernen von erfolgreichen Werbefilmern (u.a. von Prof. Hans-Joachim Berndt).
Insgesamt wird in gemeinsamer Arbeit – unterstützt von kompetenten Fachleuten, Filmemachern, Pädagogen und Wissenschaftlern – ein Handbuch entstehen, das zusammen mit einer CD-Rom aller Werbespots und einem Dokumentarfilm die Ergebnisse des Projekts „jugend denkt um.welt“ festhalten wird.
Wir laden Sie herzlich zur Berichterstattung über den „Europäischen Jugend-Klimagipfel“ ein. Bei Rückfragen können Sie sich jederzeit an die unten stehenden Kontaktadressen wenden.







