Frankreich

„jugend denkt um.welt — Vorstellung der deutsch-französischen Gruppe vom Lycée Franco-Allemand (LFA) in Buc* / Lucas Brockmeier

(*Buc ist ein Ort ganz in der Nähe von Versailles, also im Pariser Großraum gelegen)

WAS?

Das Wortspiel unseres Projektnamens zeigt schon, worum es geht. Erstens: Jugendliche denken über die Welt und über ihre Zukunft nach. Zweitens: Jugendliche machen sich über die Umwelt tatkräftig Gedanken. Dabei geht es nicht nur um Reflexion, sondern vor allem ums Handeln.
Der Worte sind genug gesagt, jetzt kommt Action: Europäische Jugendliche schreiben Drehbücher zu Umweltspots, die das Bewusstsein über die katastrophale Umweltsituation schärfen sollen.
Wir Teilnehmer aus Buc (Frankreich) haben unsere Drehbücher bereits geschrieben. Wir hatten dazu ein Workshop-Seminar mit dem Regisseur Thomas Frick. Wir haben dabei gelernt, mit welchen Techniken man Drehbücher schreibt. Einige Drehbücher werden später umgesetzt und als richtige Werbespots gedreht. Sie sollen Ende 2009 einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Ein wichtiger Termin ist für uns der Europäische Jugendklimagipfel vom 27.1.-3.2.2009 in Berlin: Dort treffen wir u.a. führende Wissenschaftler und Umweltpolitiker, aber auch Medienvertreter und natürlich den Regisseur Thomas Frick.

WARUM?

Wir wollen einen verantwortungsbewussten, nachhaltigen Beitrag zur Schärfung des Umweltbewusstseins auf unsere Weise leisten. Wir alle in Europa sollen angesprochen und aufgefordert werden, für ein aktives, konsequentes, umweltbewusstes Handeln einzutreten. Wir entwickeln Werbespots unter Anleitung von Experten.
Das Medienpaket zu diesem Projekt soll auch unter pädagogischen Aspekten für die Bildungslandschaft in Europa einen wichtigen und innovativen Beitrag leisten.
Mit unserem Projekt wollen wir ein wichtiges Mosaiksteinchen zur Problemlösung der Herausforderung „Klimawandel“ leisten. Wir glauben fest daran, durch unsere vielfältige Projektarbeit dem Appell von Prof. Dr. Klaus Töpfer voll entsprechen zu können und möglichst viele Menschen mitzureißen:

„We don’t need more words, we need action, action, action!”

WIESO eigentlich gerade das DFG/LFA Buc?

Unser ehemaliger stellvertretender Schulleiter, Herr Studer (heute Direktor der Europäischen Schule München), machte im Mai 2008 unsere Schulleiterin, Frau Libéral, auf Helmut Spierings Projektidee aufmerksam.
Sie bat daraufhin Herrn Pohl, das Projekt in die Hand zu nehmen, – und die Sache konnte beginnen. Es fanden sich sofort 20 begeisterte SchülerInnen, die mitmachen wollten, und zwar aus der deutschen, der französischen und der anglophonen Abteilung unseres Gymnasiums, – in sich bereits eine internationale Mischung.

WER?

In Buc sind in den lezten Montaten aktiv gewesen:
- 19 SchülerInnen aus der 2nde (10.Schuljahr) und eine Schülerin aus der Terminale (12.Schuljahr) vom DFG/LFA in Buc.
- 3 Lehrer des DFG/LFA: Frau Goasdoué, Frau Neumann und Herr Pohl
- unsere Schulleiterin, Frau Annick Libéral

Und nicht zu vergessen die tatkräftige (finanzielle) Unterstützung, die wir erhalten haben:
- vom Elternverein ALFA (zum Kauf von Computer und Kamera),
- von der Schulbehörde (Rectorat)
- von der Département-Verwaltung (Conseil Général)

WIE UND WANN?

Nachdem die Schüler sich als Gruppe konstituiert hatte, konnten wir erste Projektideen sammeln und über die vorhandenen Informationen von Herrn Spiering sprechen, denn es galt das Drehbuchsemianr in Buc vorzubereiten.
Das Drehbuchseminar mit dem Regisseur Thomas Frick vom 9. bis 11.Juni wurde ein voller Erfolg, – wir hatten jedenfalls gelernt, wie man eine Drehbuch konzipiert und das entsprechende Fachchinesisch gelernt (‚claim’, ‚treatment’ usw.). Herr Frick sollte eigentlich noch vor dem Berliner ‚Klimagipfel’ noch einmal nach Buc kommen, aber das musste verschoben werden.
Seitdem treffen wir uns jede Woche und halten zu verschiednen Aspekten des Klimawandels kurze Referate in deutscher Sprache (von der ‚Abholzung der Wälder’ über die ‚Erneuerbaren Energien’ bis zur ‚Verschmutzung des Weltalls’). Parallel dazu haben wir an unseren Drehbüchern weiter gearbeitet nach den Hinweisen, die Thomas Frick uns zugesandt hatte. Die meisten unserer Sitzungen haben wir übrigens mit der Videokamera gefilmt, die uns der Elternverein großzügigerweise gestiftet hatte.
Vorgestellt haben wir unserer Projekt innerhalb der Schule erstmals im Oktober 2008 (im Rahmen einer ‚Europäischen Woche’). Aufgrund unserer Projektarbeit sind 9 unserer Mitglieder zum Deutsch-Französischen Tag nach Paris eingeladen worden im Rahmen einer großen öffentlichen Veranstaltung im Palais Brogniart, das von EADS und ARTE am 22.Januar veranstaltet wurde.
Zur Vorbereitung des Klimagipfels ist Herr Pohl im Dezember zu Herrn Spiering nach Berlin geflogen, wo sie – gemeinsam mit Thomas Frick – den gelanten Ablauf abgesprochen haben.
Während wir bereits in Berlin sind, wird Frau Neumann unser Projekt am 29.1.2009 bei einem Unesco-Seminar in Sèvres, zumal unser Gymnasium dieses Jahr offiziell zur ‚Unesco-Schule’ geworden ist.

Natürlich sind wir jetzt alle gespannt: auf das Zusammentreffen mit den anderen Jugendlichen des Projekts aus 5 verschiedenen Ländern in Berlin und auf die vielen Ereignisse im Rahmen des „Europäischen Jugend-Klimagipfels“, – und natürlich freuen wir uns, Herrn Spiering kennenzulernen, ohne den es weder das Projekt noch den Klimagipfel gäbe.

Bald werden wir alle sagen:
„Ich habe einen Koffer in Berlin“